Cambridge Colour Test

Ein computergestützter Farbsehtest mit Landolt-C-Ringen, eingebettet in pseudoisochromatische Punktmuster. Erkennen Sie die Richtung der Öffnung, um auf Rot-Grün- und Blau-Gelb-Farbenblindheit zu screenen.

Sample Cambridge Color Test plate

Cambridge Colour Test

Erkennen Sie die Richtung der Öffnung im Landolt-C-Ring, der zwischen farbigen Punkten versteckt ist. Dieser Test screent sowohl auf Rot-Grün- als auch auf Blau-Gelb-Farbsehschwächen.

  • Betrachten Sie jede Tafel und finden Sie die C-förmige Öffnung
  • Wählen Sie die Richtung, in die die Öffnung zeigt: oben, unten, links oder rechts
  • Wenn Sie die Öffnung nicht sehen können, klicken Sie auf „Ich sehe nichts“

Was ist der Cambridge Colour Test?

Der Cambridge Colour Test (CCT) ist eine computergestützte Beurteilung des Farbsehens, die an der University of Cambridge von J.D. Mollon, J.P. Reffin und Kolleginnen und Kollegen entwickelt wurde. Er wurde als moderne Alternative zu herkömmlichen gedruckten Tafeltests wie dem Ishihara konzipiert und bietet präzisere und quantifizierbare Messungen der Schwellen des Farbunterscheidungsvermögens.

Der Test zeigt einen Landolt-C-Ring (einen Ring mit einer Öffnung), eingebettet in ein Feld pseudoisochromatischer farbiger Punkte. Der Zielring unterscheidet sich im Farbort von den Hintergrundpunkten, und die getestete Person muss die Richtung der Öffnung erkennen – oben, unten, links oder rechts. Diese erzwungene Auswahlmethode beseitigt die Subjektivität von Zahlenlesetests.

Da der Reiz auf einem kalibrierten Computerdisplay erzeugt wird statt auf Papier gedruckt zu werden, kann der CCT die Farbkoordinaten präzise steuern und die Schwierigkeit in Echtzeit mithilfe eines Treppenstufenverfahrens anpassen. Er testet entlang der Protan-, Deutan- und Tritan-Verwechslungslinien und ist damit in der Lage, alle drei Hauptarten der Farbsehschwäche zu erkennen.

So führen Sie den Test durch

1. Die Öffnung finden

Betrachten Sie die Tafel und finden Sie den Landolt-C-Ring – einen Kreis mit einer Öffnung – versteckt zwischen den farbigen Punkten. Ring und Hintergrund unterscheiden sich in der Farbe.

2. Richtung wählen

Wählen Sie mithilfe der vier Pfeilschaltflächen, in welche Richtung die Öffnung zeigt: oben, unten, links oder rechts. Wenn Sie den Ring nicht sehen können, drücken Sie „Ich sehe nichts“.

3. Ergebnisse erhalten

Nach 12 Tafeln erhalten Sie eine sofortige Beurteilung Ihres Farbsehens mit einer Aufschlüsselung jeder Antwort.

Klinischer CCT vs. diese Online-Version

Der klinische Cambridge Colour Test verwendet einen kalibrierten CRT-Monitor mit präziser Farbortsteuerung (CIE-1976-u'v'-Koordinaten) und einen adaptiven Treppenstufenalgorithmus, um exakte Schwellen des Farbunterscheidungsvermögens zu messen. Unsere Online-Version übernimmt die Kernmethodik mit folgenden Unterschieden:

Klinischer CCT

  • - Kalibriertes CRT-/LCD-Display
  • - Präzise CIE-Farbortsteuerung
  • - Adaptives Treppenstufenverfahren
  • - Misst exakte Schwellen (u'v'-Einheiten)
  • - Testet Protan-, Deutan- und Tritan-Achsen

Diese Online-Version

  • - Unkalibrierter Bildschirm
  • - Tafeln mit fester Schwierigkeit
  • - Bestanden/Nicht bestanden pro Tafel (kein Treppenstufenverfahren)
  • - Liefert einen Screening-Wert
  • - Ergebnisse variieren mit der Bildschirmkalibrierung

Hinweis: Dieser Online-Test ist ausschließlich ein Screening-Werkzeug und kann eine klinische CCT-Untersuchung nicht ersetzen. Wenn Sie eine präzise Schwelle des Farbunterscheidungsvermögens für Forschung oder Diagnose benötigen, konsultieren Sie eine Optometristin oder einen Optometristen mit kalibrierter Testausrüstung.

So funktioniert der Cambridge Colour Test

Der klinische CCT funktioniert, indem er einen Landolt-C-Ring präsentiert, dessen Farbort sich entlang bestimmter Verwechslungslinien im CIE-1976-u'v'-Farbraum vom Hintergrund unterscheidet. Diese Verwechslungslinien entsprechen den drei Arten von Zapfen-Photorezeptoren:

  • Protan-Linie – zielt auf die L-Zapfen-(Langwellen-)Schwäche ab und erkennt Protanopie und Protanomalie
  • Deutan-Linie – zielt auf die M-Zapfen-(Mittelwellen-)Schwäche ab und erkennt Deuteranopie und Deuteranomalie
  • Tritan-Linie – zielt auf die S-Zapfen-(Kurzwellen-)Schwäche ab und erkennt Tritanopie und Tritanomalie

Der Test verwendet ein Paradigma der erzwungenen Auswahl aus vier Alternativen (4AFC) – die getestete Person muss eine von vier Öffnungsrichtungen wählen. Ein adaptiver Treppenstufenalgorithmus passt den Farbortunterschied zwischen Ring und Hintergrund nach jeder Antwort an und nähert sich so der Unterscheidungsschwelle der Person an. Diese in u'v'-Einheiten gemessene Schwelle liefert ein quantitatives Maß für die Leistung des Farbsehens.

Alle Punkte in der Anzeige (sowohl Ring als auch Hintergrund) variieren zufällig in der Größe, und die Leuchtdichte wird zufällig verändert, um zu verhindern, dass die getestete Person Helligkeitshinweise statt Farbunterschiede nutzt. Dieses pseudoisochromatische Design stellt sicher, dass der Test tatsächlich das chromatische Unterscheidungsvermögen misst.

Ihr Ergebnis verstehen

11–12 korrekt – normales Sehen

Sie können den Landolt-C-Ring auf allen oder nahezu allen Tafeln zuverlässig vom Hintergrund unterscheiden. Dies deutet auf ein normales Farbunterscheidungsvermögen hin.

9–10 korrekt – leichte Schwäche

Sie haben möglicherweise Schwierigkeiten mit einigen Farbortunterschieden. Dies könnte auf eine leichte Farbsehschwäche hindeuten. Erwägen Sie eine Nachuntersuchung mit einem klinischen Test.

6–8 korrekt – mäßige Schwäche

Erhebliche Schwierigkeiten, den Zielring vom Hintergrund zu unterscheiden. Dies deutet auf eine mäßige Farbsehschwäche hin, und eine fachliche Beurteilung wird empfohlen.

0–5 korrekt – starke Schwäche

Erhebliche Schwierigkeiten, den Landolt-C-Ring zu erkennen. Dies deutet stark auf eine erhebliche Beeinträchtigung des Farbsehens hin. Bitte konsultieren Sie für eine umfassende Untersuchung eine augenärztliche Fachperson.

Quellen

  1. Reffin, J.P., Astell, S. & Mollon, J.D. (1991). "Trials of a computer-controlled colour vision test that preserves the advantages of pseudoisochromatic plates." Colour Vision Deficiencies X, pp. 69-76.
  2. Mollon, J.D. & Reffin, J.P. (1989). "A computer-controlled colour vision test." — Original description of the Cambridge Colour Test
  3. National Eye Institute (NEI) — Overview of color blindness types, causes, and diagnosis
  4. Ventura, D.F., et al. (2003). "Colour vision and colour vision loss." Principles and Practice of Clinical Electrophysiology of Vision, MIT Press.
  5. PubMed — National Library of Medicine — Peer-reviewed research on computerized color vision testing

Häufig gestellte Fragen

Der Cambridge Colour Test (CCT) ist eine computergestützte Beurteilung des Farbsehens, die an der University of Cambridge entwickelt wurde. Er verwendet einen Landolt-C-Ring (einen Kreis mit einer Öffnung), versteckt zwischen zufällig gefärbten Punkten. Der Test misst, wie gut Sie Farbunterschiede entlang der Protan-, Deutan- und Tritan-Verwechslungslinien unterscheiden können.
Der Ishihara-Test verwendet gedruckte Tafeln, auf denen Sie Zahlen erkennen. Der CCT verwendet einen Landolt-C-Ring und misst die Schwellen des Farbunterscheidungsvermögens quantitativ. Der CCT kann entlang aller drei Verwechslungslinien (Protan, Deutan, Tritan) testen, während Ishihara hauptsächlich auf Rot-Grün-Schwäche screent. Der CCT schaltet zudem die Zahlenerkennung als Variable aus.
Ja. Anders als viele herkömmliche Tafeltests testet der CCT zusätzlich zu den Protan- und Deutan-Linien auch entlang der Tritan-Verwechslungslinie. Damit ist er in der Lage, Tritanopie und Tritanomalie (Blau-Gelb-Farbsehschwäche) zu erkennen, die etwa 1 von 10.000 Menschen betrifft.
Pseudoisochromatisch bedeutet „falsch gleichfarbig“. Die Testtafeln verwenden Punkte, die jemandem mit einer Farbsehschwäche gleichfarbig erscheinen, jemandem mit normalem Farbsehen jedoch deutlich unterschiedlich. Das Ziel (Landolt-C-Ring) ist allein durch Farbunterschiede definiert, nicht durch Hinweise zu Form, Größe oder Helligkeit.
Nein. Diese Online-Version ist ausschließlich ein Screening-Werkzeug. Der klinische CCT erfordert ein kalibriertes Display und kontrollierte Testbedingungen. Wenn Sie eine zertifizierte Beurteilung des Farbsehens für Beschäftigung, Lizenzierung oder Forschung benötigen, konsultieren Sie eine qualifizierte Optometristin, einen Optometristen oder eine Sehforscherin bzw. einen Sehforscher.
Die Farbwiedergabe von Bildschirmen variiert erheblich zwischen Geräten aufgrund von Unterschieden in der Anzeigetechnik, den Farbprofilen, den Helligkeitseinstellungen und dem Umgebungslicht. Der klinische CCT verwendet einen kalibrierten Monitor, um einen präzisen Farbort sicherzustellen. Für möglichst konsistente Online-Ergebnisse verwenden Sie ein Gerät mit guter Farbgenauigkeit und testen Sie unter gleichbleibenden Lichtverhältnissen.